Exilarte: Vom NS-Regime vertrieben, verfolgt und verboten
2h 23m
Repertoire-Workshop zum Thema Exil-Musik mit Ulrike Anton und Gerold Gruber
19. August 2021, Literatursalon Wartholz in Reichenau an der Rax
Teilnehmende erarbeiteten in diesem Workshop Werke von Komponist_innen, die während der Zeit des Nationalsozialismus aufgrund ihrer jüdischen Herkunft oder ihrer antifaschistischen Haltung vom NS-Regime verfolgt, ermordet oder ins Exil gezwungen wurden. Es konnten Kompositionen aus den Bereichen Kammermusik, Konzertliteratur sowie Solostücke gewählt werden.
Die während des Workshops interpretierten Werke wurden im Hinblick auf eine stilgerechte Aufführung in einen größeren musikhistorischen Zusammenhang gestellt. Welche Auswirkungen hatten Verfolgung und Exil auf das kreative Schaffen der Komponist_innen? Warum sind so viele der Kompositionen, die vor dem Zweiten Weltkrieg hoch geschätzt und vielfach aufgeführt wurden, von den großen Bühnen und Konzertsälen bis heute verschwunden?
Dieser Workshop sollte dazu anregen, neue bzw. in Vergessenheit geratene Werke zu entdecken. Ziel war es auch bei der Planung von Konzertprogrammen konkrete Vorschläge zu machen, wie man diese Kompositionen in einen stimmigen Zusammenhang mit dem gängigen Konzertrepertoire bringen kann, um diese für Konzertveranstalter_innen attraktiv zu gestalten.